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Prof. Dr. Franz-Ulrich Hartl spricht am 23.9.2016 um 11.00 Uhr über Chaperone.

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Franz-Ulrich Hartl ist Direktor der Abteilung Zelluläre Biochemie am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried. Diese Veranstaltung richtet sich an die Schüler der Grund- und Leistungskurse Chemie und Biologie in der Oberstufe.

Proteine übernehmen vielfältige essenzielle Aufgaben in allen Zellen unseres Körpers. Doch um ihre biologische Funktion ausüben zu können, müssen sich die kettenartigen Moleküle erst zu komplexen, dreidimensionalen Strukturen falten. Zunächst wurde angenommen, dass dieser Prozess spontan abläuft. Erst die Arbeiten von Franz-Ulrich Hartl machten klar, dass die Proteinfaltung in der Zelle durch Helfermoleküle vermittelt wird. Diese Helfermoleküle werden Chaperone genannt. Der Name ist abgeleitet aus dem französischen Wort für „Anstandsdame“, denn diese Moleküle sorgen dafür, dass sich Proteine richtig verhalten, also richtig falten. Falsch gefaltete Proteine können sich zu Klumpen zusammenlagern, die für die Zelle und den Organismus gefährlich werden. Bei verschiedenen neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimerdemenz und Chorea Huntington sammeln sich solche Aggregate an. Die Erkenntnis, dass altersbedingten Krankheiten eine falsche Proteinfaltung zu Grunde liegt, bietet die Chance auf neuartige Therapieansätze. In seiner aktuellen Forschung widmet sich Professor Hartl im besonderen Maße diesen Therapieansätzen.

logo scheringDie Schulfarm Scharfenberg dankt der Schering-Stiftung und ihrer Wissenschaftlichen Programmleiterin Frau Dr. Katja Naie herzlich für ihre freundliche Unterstützung.

Dr. Harald Paland.

 

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