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Prof. Dr. Franz-Ulrich Hartl spricht am 23.9.2016 um 11.00 Uhr über Chaperone.

hartl

Franz-Ulrich Hartl ist Direktor der Abteilung Zelluläre Biochemie am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried. Diese Veranstaltung richtet sich an die Schüler der Grund- und Leistungskurse Chemie und Biologie in der Oberstufe.

Proteine übernehmen vielfältige essenzielle Aufgaben in allen Zellen unseres Körpers. Doch um ihre biologische Funktion ausüben zu können, müssen sich die kettenartigen Moleküle erst zu komplexen, dreidimensionalen Strukturen falten. Zunächst wurde angenommen, dass dieser Prozess spontan abläuft. Erst die Arbeiten von Franz-Ulrich Hartl machten klar, dass die Proteinfaltung in der Zelle durch Helfermoleküle vermittelt wird. Diese Helfermoleküle werden Chaperone genannt. Der Name ist abgeleitet aus dem französischen Wort für „Anstandsdame“, denn diese Moleküle sorgen dafür, dass sich Proteine richtig verhalten, also richtig falten. Falsch gefaltete Proteine können sich zu Klumpen zusammenlagern, die für die Zelle und den Organismus gefährlich werden. Bei verschiedenen neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimerdemenz und Chorea Huntington sammeln sich solche Aggregate an. Die Erkenntnis, dass altersbedingten Krankheiten eine falsche Proteinfaltung zu Grunde liegt, bietet die Chance auf neuartige Therapieansätze. In seiner aktuellen Forschung widmet sich Professor Hartl im besonderen Maße diesen Therapieansätzen.

logo scheringDie Schulfarm Scharfenberg dankt der Schering-Stiftung und ihrer Wissenschaftlichen Programmleiterin Frau Dr. Katja Naie herzlich für ihre freundliche Unterstützung.

Dr. Harald Paland.

 

Prof. Dr. Wilhelm Hornbostel

sprach am 26.5.2016 um 10.00 Uhr im Haus der Künste über:

Steht der Untergang des Abendlandes bevor?

Gedanken und Fakten zum aktuellen Stand der Kultur in Deutschland.

und beantwortete die Fragen des Publikums.

Diese Veranstaltung richtete sich an die Schüler der Oberstufe und die interessierten Kollegen.

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Wilhelm Hornbostel studierte Klassische Archäologie, Klassische Philologie, Alte Geschichte und Kunstgeschichte an den Universitäten Köln, Bonn und Marburg und wurde in Marburg promoviert. Er war Assistent an den Universitäten Hamburg und Gießen und arbeitete seit 1973 für die Antikensammlung des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg, das er von 1988 bis zu seiner Pensionierung 2008 als Direktor leitete. Er ist derzeit Vorstandsvorsitzender des Vereins „Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten“ und residiert als solcher in Schloss Glienicke neben der Agentenaustauschbrücke.

 

Am 10. März 2016 um 10.00 Uhr sprach Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Gerhard Ertl im Haus der Künste über Stickstoff als lebenswichtiges Element.

ProfDrErtlDiese Veranstaltung richtete sich an die Schüler der Grund- und Leistungskurse Chemie in der Oberstufe und die interessierten Kollegen.

Gerhard Ertl ist Mitglied zahlreicher Akademien und wissenschaftlicher Gesellschaften. Ihm wurden mehrere Ehrendoktortitel verliehen. Er ist Mitherausgeber von fünf Fachzeitschriften auf dem Gebiet der physikalischen und der Oberflächenchemie und Mitglied des Editorial Boards von neun internationalen Zeitschriften. Neben vielen anderen Preisen und Ehrungen wurde Gerhard Ertl 2007 der ungeteilte Nobelpreis für Chemie für seine „Studien von chemischen Prozessen auf Festkörperoberflächen“ zuerkannt.

Gerhard Ertl beschäftigte sich mit dem Studium elementarer Schritte chemischer Oberflächenreaktionen. Ziel seiner Untersuchungen war stets das Verständnis von Mechanismen in der heterogenen Katalyse. Einen Höhepunkt dieser Bemühungen bildete eine Reihe von Veröffentlichungen zum Mechanismus der Ammoniaksynthese.

Gerhard Ertl wurde in Stuttgart geboren und studierte dort Physik. Er wurde an der TU München promoviert und habilitierte sich innerhalb von zwei Jahren. Er folgte einem Ruf an die Universität Hannover und übernahm einen Lehrstuhl am Institut für Physikalische Chemie. Im Jahr 1973 kehrte er nach München zurück und wurde Professor am Institut für Physikalische Chemie. 1986 wurde er Direktor der Abteilung Physikalische Chemie am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin.

Der Vortrag über Stickstoff gefiel allen Schülern ausgezeichnet. Prof. Gerhard Ertl stellte die Funktionsweise eines Katalysators und die Wichtigkeit des Stickstoffs in diesem Zusammenhang sehr verständlich dar. Die Präsentation wurde durch einzigartige Elektronenmikroskop-Bilder gestüzt. Durch ein Video, welches die Bewegungen von Molekülen in Echtzeit am Katalysator zeigte, wurde der Vortrag veranschaulicht. Zudem beantwortete Prof. Gerhard Ertl die gestellten Fragen von Schülern und Lehrern ausführlich und verständlich.

Die Schüler und Lehrer bedanken sich für diesen ausgewöhnlichen Vortrag!

 

Der Autor Michael Kleeberg

Am 13. Januar 2016 um 10.00 Uhr las Michael Kleeberg aus seinem neuen Roman "Vaterjahre" (2014) und beantwortete die Fragen des Publikums. Michael Kleeberg wurde 1959 in Stuttgart geboren, studierte Politologie und Geschichte sowie Visuelle Kommunikation in Hamburg und lebte in Rom, Amsterdam, Paris, Burgund und seit dem Jahr 2000 in Berlin. Er ist Schriftsteller, Essayist und literarischer Übersetzer und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Kleeberg ist ein dezidierter Vertreter einer ästhetisch und ethisch ambitionierten und engagierten, überzeitlich relevanten Literatur: Die Welt werde ausschließlich durch die Kunst angemessen dargestellt, beurteilt und gerichtet. Nur so werde sie letztendlich erträglich gemacht. Er widerspricht der Nivellierung von Kunst unter dem Vorwand einer Schleifung vermeintlich elitärer Bastionen und entwirft ein Verständnis der Literatur, das erzählerische Avanciertheit mit der Erkundung der condition humaine und der Tragik menschlicher Existenz verbindet.

 

Dr. Harald Paland hat für die kommende Lecture den renommierten Autor Martin Mosebach gewinnen können. Dieser liest am 17. November 2015 um 13.00 Uhr im Haus der Künste aus seinem Roman “Was davor geschah”. Martin Mosebach studierte Rechtswissenschaft und begann während des Referendariats erzählerisch zu schreiben. Seit 1980 lebt er als freier Schriftsteller in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main, der er sich in besonderer Weise verbunden fühlt. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Berliner Akademie der Künste, des PEN-Zentrums Deutschland und weiterer Institutionen. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg-Büchner-Preis. Die Veranstaltung richtet sich an die Schüler der Grund- und Leistungskurse Deutsch in der Oberstufe. Die Schulfarm Scharfenberg dankt der Schering Stiftung und ihrem geschäftsführenden Vorstand Frau Heike Catherina Mertens herzlich für ihre freundliche Unterstützung.

 

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